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Donnerstag, 22. November 2018

ÜBER DIE APOSTASIE - ZUR PROPHEZEIUNG DES HL. NILUS DES MYRONSPENDENDEN, VON ERZBISCHOF AVERKIJ TAUSHEV



Erzbischof Averkij († 1976) ist ein Kirchenvater der letzten Zeit und ein mächtiger Bekenner  des wahren Geistes der Orthodoxie. Der Heilige Johannes (Maximowitsch) von Shanghai und San Francisco empfahl damals dem Vater Seraphim Rose, die Schriften von Erzbischof  Averkij zu Rat zu ziehen, wann immer er theologische Fragen hätte.


ÜBER DIE APOSTASIE

Die russische Übersetzung des auf dem Berg Athos im Jahre 1912 veröffentlichten Buches „Die posthumen Voraussagen des Hl. Nilus des Myronspendenden“, welches schon seit langem berühmt ist, enthält Prophezeiungen dieses großen Asketen über die Endzeit, die weltweite Inthronisierung des Antichristen und die Drangsale, welche die Welt wird nach der Inthronisierung des Antichristen erleiden wird. Nun haben wir die russische Übersetzung der Vorhersagen dieses wundervollen Athonitischen Einsiedlers erhalten, die sich besonders auf das 20. Jahrhundert beziehen. Diese Vorhersagen sind wirklich außergewöhnlich!

Montag, 19. November 2018

DIE BITTEREN FRÜCHTE DER UNION DER RUSSISCH ORTHODOXEN KIRCHE IM AUSLAND UND DES MOSKAUER PATRIARCHATES



Foto mit dem Metropoliten Anastasij, dem Heiligen Johannes Maximowitsch, Erzbischof Averkij Taushev u. a. 


Von Erzbischof Andronik 


Im Jahre 1983 anathematisierte die Russisch Orthodoxe Kirche im Ausland unter der Führung von Seiner Eminenz Metropolit Philaret (welchen die ROCA 2008 verherrlichte) die Häresie des Ökumenismus.

Im Jahre 2012 reichte die ROCOR-MP in Buena, New Jersey, Klage gegen die "Pfarrgemeinschaft des Schutzes der Gottesmutter" ein, in deren Verlauf Bischof Gabriel (ROCOR-MP) gefragt wurde: Stimmt es, dass 1983 die ROCA den Ökumenismus anathematisiert hat? Worauf Bischof Gabriel antwortete: wenn man das Dokument mit dem Titel „Akt der Kanonischen Gemeinschaft“ verweist - da heißt es, dass „zuvor erlassene Handlungen, die die Fülle der kanonischen Gemeinschaft behindern, als ungültig gelten oder abgelaufen sind“ (Punkt 13). Es ist merkwürdig, solche Worte von einem Hierarchen der orthodoxen Kirche zu hören. Denn wenn die Kirche eine bestimmte Häresie anathematisiert, ist dies für die Ewigkeit und keine Hierarchen können dieses Anathema annullieren, insbesondere das Moskauer Patriarchat, das aktiv am Ökumenismus beteiligt ist. Als die Orthodoxe Kirche zum Beispiel den Häretiker Arius anathematisierte, war er persönlich nicht in der Lage, dieses Anathema aufzuheben.

Mittwoch, 7. November 2018

ERSTER SCHMERZERFÜLLTER BRIEF DES HEILIGEN FILARET



AN IHRE HEILIGKEITEN UND SELIGKEITEN, DIE ERSTHIERARCHEN DER HEILIGEN ORTHODOXEN KIRCHEN, DIE VEREHRTESTEN METROPOLITEN, ERZBISCHÖFE UND BISCHÖFE:

EIN SCHMERZERFÜLLTER BRIEF
VOM DEMÜTIGEN FILARET,
METROPOLIT DER RUSSISCH ORTHODOXEN
KIRCHE AUSSERHALB RUSSLANDS


1. Die Wahrheit der Orthodoxie wie unseren Augapfel hüten

Die Heiligen Väter und Ärzte (Doktoren) der Kirche haben uns ermahnt, die Wahrheit der Orthodoxie wie unseren Augapfel zu hüten. Und unser Herr Jesus Christus, indem er seine Jünger anwies, jeden Buchstaben und jedes Pünktchen des Göttlichen Gesetzes unverfälscht zu bewahren, sagte: "Wer auch immer eines dieser geringsten Gebote brechen und die Menschen derart lehren wird, der wird der Geringste im Himmelreich genannt werden” (Mt 5,19). Er sandte seine Jünger aus, um die Lehren, welche er ihnen für alle Völker gab, in reiner und unverfälschter Form zu vermitteln, und diese Pflicht ging dann auf  jeden von uns Bischöfen, als Nachfolger der Apostel über. Das wird uns auch durch die dogmatische Definition des Siebenten Ökumenischen Konzils gelehrt, welche besagt: "Wir bewahren alle überlieferten kirchlichen Traditionen unverändert, seien sie schriftlich oder mündlich."

Montag, 17. September 2018

ANATHEMA DEM ÖKUMENISMUS VON 1983 UNTER VORSITZ DES HL. FILARET


Die Bischofssynode der ROCA am 13.08.1983 unter Vorsitz des Hl. Filaret in Mansonville, Kanada



"Jenen, welche die Kirche Christi angreifen, indem sie lehren, daß Christi Kirche zerteilt ist in sogenannte "Zweige", welche sich voneinander in der Lehre und Lebensweise unterscheiden; oder dass die Kirche nicht sichtbar existiert, sondern in der Zukunft gebildet wird, wenn alle "Zweige", Sekten oder Religionsgemeinschaften und sogar die Religionen selbst in einem Körper vereinigt werden; und welche nicht die Priesterwürde und die Mysterien der Kirche von denen der Häretiker unterscheiden, sondern sagen, dass die Taufe und Eucharistie der Häretiker zur Errettung wirksam sind; darum - jenen, welche wissentlich Kommunion mit den zuvor genannten Häretikern haben, oder deren neue Häresie des Ökumenismus unterstützen, verbreiten oder verteidigen unter dem Vorwand brüderlicher Liebe oder der vermeintlichen Vereinigung von getrennten Christen,

Anathema."

Bischofssynode der Russisch Orthodoxen Auslandskirche unter Vorsitz des Hl. Filaret, 1983, Mansonville, Kanada


Quelle Foto:
http://afanasiy.net/glas-vopyiucshego-v-pustyne.-35-let-anafemstvovanyia-ekumenyzma-russkoi-zarubejnoi-cerkoviu

Quelle Ikone:
https://agiaparaskevigerakas.wordpress.com/about/

UNVERWEST DIE RELIQUIE DES HL. FILARET, WIE AUCH DIE DES BISCHOFS KONSTANTIN VON RICHMOND UND GROSSBRITANNIEN, WELCHE BEIDE DAS ANATHEMA GEGEN DEN ÖKUMENISMUS VON 1983 UNTERSCHRIEBEN HABEN

Die unverweste Reliquie des Hl. Filaret, Metropolit von New York, der Russischen Auslandskirche (ROCA), entschlafen am 8/21.11.1985 und erhoben am 4/17.11.1998:


Sonntag, 1. Oktober 2017

Altvater Gabriel vom Heiligen Berg antwortet auf Fragen eines Pilgers





Der Papst ist häretisch. Wir können keine Kommunion mit den Häretikern haben. Sie sind Feinde Gottes und der Panagia. Dies sind auch die Ökumenisten – sie sind Feinde Gottes und der Panagia ...


Pilger: Altvater, wenn es erlaubt ist (zu fragen), denn wir sind hier verschiedene junge Leute und sind etwas problematisiert mit den Dingen, die in der letzten Zeit geschehen sind, in Kolymbari (Synode in Kreta) und mit dem (Erzpriester Theodoros) Zisis usw. Können Sie uns ein paar Worte sagen, daß wir Klarheit in diese Dingen bekommen?


Altvater Gabriel: Die Dinge sind klar, sie sind geklärt. Der Papst ist häretisch. Wir können keine Kommunion mit den Häretikern haben. Sie sind Feinde Gottes und der Panagia. Dies sind auch die Ökumenisten – sie sind Feinde Gottes und der Panagia.

Offener Brief der Äbtissin Melanie an den (sogenannten) Metropoliten Germanos der Metropole Helias und Außerordentliche Bekanntmachung des Geron Sabbas der Großen Lavra

                                             

Unsere Bischöfe ehren wir und gehorchen ihnen, solange diese den Heiligen Kirchenregeln folgen. Wenn sie jedoch die Heiligen Kirchenregeln verachten, können wir ihnen nicht gehorchen, da nach dem Heiligen Johannes Chrysostomos "Feinde Gottes auch jene sind, welche Kommunion mit den Häretikern haben" ... 


Außerordentliche Bekanntmachung

Der Geron (Altvater) Sabbas von der Großen Lavra (Heiliger Berg Athos) gibt nach telefonischer Verständigung mit der Äbtissin Melanie, welche als ihren Sitz das Kloster der Verklärung des Erlösers im Gebiet Bouliagmeni, Pyrgou Helias (auf Peloponnes, Griechenland) bewohnt, folgendes bekannt:





Der Metropolit Germanos von Pyrgou Helias wirft (August 2017, inzwischen: warf) im wahrsten Sinne des Wortes die Äbtissin Melanie und die Nonne Serafima ohne jegliche Vorwarnung, mit Polizeikräften, ohne jeglichen gerichtlichen Beschluss und staatsanwaltliche Verordnung aus dem Kloster hinaus.
Der Grund: weil sie die Memorierung des Namens des Bischofs in den Göttlichen Liturgien und Gottesdiensten gestoppt haben, - da dieser Bischof die häretische Synode von Kolymbari (Kreta, Juni 2016) als orthodox akzeptiert.
Es ist bereits Anzeige bei der Polizei erstattet worden, dass das was hier geschieht ungesetzlich ist.
In einem Telefongespräch mit dem Bischof habe ich ihn darum gebeten, die Vertreibung der Nonnen zu stoppen und ein Kirchengerichtsverfahren einzuleiten, denn es ist inakzeptabel und unmenschlich was er tut.
Das Verhalten des Bischofs, die Art wie er mit mir sprach, war unzumutbar und in Kürze wird veröffentlicht werden, was gesprochen wurde.
Dies zur Kenntnisnahme des christusliebenden Volkes.

Geron Sabbas von der Großen Lavra und die
Vereinigung Orthodoxer Kreter, 22. August  2017.


Offener Brief der Äbtissin Melanie an den (sogenannten) Metropoliten Germanos der Metropole Helias




Es ist nun ein Monat voll unvorstellbarer Schwierigkeiten und Quälereien nach unserer ungesetzlichen Vertreibung durch Sie von unserem Heiligen Kloster vergangen, ohne irgendeine theologische Überschreitung der Heiligen Kirchenregeln, ohne uns verteidigen zu können, ohne ein Gerichtsurteil zu unseren Lasten - weil wir die Synode (die blasphemische und unrechtliche Versammlung) von  Kreta nicht als orthodox anerkennen. Wir versichern Ihnen, dass niemand von den Priestern, Mönchen und Nonnen diese Lügensynode akzeptiert, und dieses Thema ist für die Orthodoxie ein brodelnder Kessel.

Dienstag, 8. August 2017

Warum der Ökumenismus die größte Häresie in der Geschichte der Kirche darstellt



Die Eine und alleinige Wahrheit Chisti verbergend und fälschend, schließt er die Menschen von Dessem Errettungswerk aus und lehrt sie den Weg ins Verderben ... 


Weil viele uninformierte Gläubige fragen: "Was ist das Schlechte am sogenannten Ökumenismus und warum sprechen einige über Panhäresie und Verunreinigung, und werden dadurch Bischöfe und Priester beschuldigt, welche sich nicht von den Ökumenisten fernhalten, obwohl doch diese ganze Bewegung von den heutigen Verhältnissen auferlegt wird?"- halten wir es für nötig, die folgenden notwendigen Feststellungen in Bezug auf den Charakter des Ökumenismus zu treffen.


Der Ökumenismus ist:

Feind Gottes, da er Verständnis fordert für jene außerhalb der Kirche, und den Häresien und verschiedenen Religionen Anteil am Errettungswekes Gottes zugesteht und einige von denen unrechterweise "abrahamitisch" nennt. Nach dem Apostel Paulus werden jedoch jene mit dem (rechten) Glauben als Söhne Abrahams bezeichnet (Gal. 3,7): "Die des Glaubens sind, das sind Gottes Kinder".

Feind Christi, da nach der "Theologie" des Zisiula dem (Gott-) Vater die Führungsrolle zuerkannt wird, welche automatisch den Sohn herabstuft. Diese Herabstufung bemühten sich auch der Arianismus und der Nestorianismus aufzuzwingen. Gleichzeitig, indem sie die Monophysiten als Kirchen anerkennen, erkennen sie auch deren Häresie - hinsichtlich einer Natur Christi - als Dogma an, so mit dem Dogma des Orthodoxen Glaubens in Widerspruch kommend.

Feind des Heiligen Geistes, da er das Papsttum trotz des "Filioque" als Kirche anerkennt und ihm Priesterschaft und Apostolische Nachfolge zuerkennt.

Der Altvaterkult als Trojanisches Pferd des Ökumenismus





Zu Recht wird der Altvaterkult als eine der Säulen betrachtet, auf welchen der Ökumenismus gegründet wurde. Der Gehorsam dem Geistigen Vater/Altvater gegenüber verbot den Gehorsam der Lehre der Heiligen Väter gegenüber und die Verteidigung des Dogmas ... 


Es gibt zwei Bereiche geistiger Entwicklung und Führung des Lebens in Christus für die Christen: Die Gemeinde, als örtlicher Ausdruck bzw. Form der Kirche, und das Kloster. Die Gemeinde ist die grundlegende Zelle des auf den Mysterien basierenden Körpers der Kirche und das Kloster ist der Platz der Selbstaufopferung und vor allem Wahl und Zeugnis der ausschließlichen Liebe der Menschen zu Christus und Seinem Reich. Christ wird der Mensch indem er Christus liebt und bekennt. Diese Liebe und dieses Bekenntnis lassen sich nur in einem Klima absoluter und wahrhafter Freiheit leben. Christus ist die Wahrheit und die Freiheit. Wer die Wahrheit und die Freiheit liebt und sucht, gehört zu Christus, selbst wenn er sich dessen nicht bewußt ist. Irgendwann wird ihn diese Suche nach der Wahrheit zu Christus selbst führen und zum Leben der tatsächlichen Wahrheit und Freiheit, dem Leben in Christus. Für die sichere Einhaltung der rechten Weise des Lebens in Christus, für den Kampf mit den Sünden und den Leidenschaften und um der Verirrung und dem Sturz zu entfliehen, hilft dem Mönch der Altvater und dem Laien der Geistige Vater.    
Der Geistige Vater/Altvater als Abbild Christi und selbst Christus gehorsam, akzeptiert in Freiheit, mit eigenem und freiem Willen und eigener Verantwortung über sein Geistiges Kind zu wachen und es mit Ehrfurcht auf dem Weg zu dessen Errettung zu führen. Er gibt alles dafür, um diese zu erringen - immer als Kriterium die Lehre der Kirche und das Gebot Gottes, für Dessen Herde auch sein Leben zu geben. Der Geistige Vater/Altvater müht sich und sorgt, daß sich die Seelen seiner Geistigen Kinder trotz ihrer Schwächen mit dem Wort und der Gnade Christi füllen. Die Verantwortung und die Last, welche der Geistige Vater/Altvater zu tragen haben sind extrem groß und darum zögern viele, aus Weisheit und Demut, ein so furchterregendes Werk auf sich zu nehmen.



In dem kirchlichen Leben der letzten Jahrzehnte ist jedoch ein Phänomen erschienen, welches tragische Fehler und Verirrungen erzeugt, das Phänomen des Altvaterkultes. Wenn wir von Altvaterkult sprechen, meinen wir die Verdrehung, die Ausnutzung und gleichzeitig die Leugnung der gesegneten, den Charakter eines Mysteriums habenden geistigen Beziehung von Vater und Kind, die wir in der orthodoxen kirchlichen Tradition antreffen und welche auf der Tugend des Gehorsames basiert. Wie die Verdrehung und die Ausnutzung selbst nur eines Wortes des Evangeliums automatisch auch Leugnung von Gottes Wort bedeutet, so stellt auch der Altvaterkult, - als Entstellung der Geistigen Vaterschaft - Leugnung der gesunden Beziehung zwischen Geistigem Vater und Geistigem Kind dar. Er hat das Ziel die von Gott gegebene Freiheit des Menschen abzuschaffen, deren höchstmöglichsten Ausdruck der Gehorsam bildet.
Der Gehorsam bildet natürlich eine der größten Tugenden, denn er beseitigt den Willen aus egoistischem Antrieb und erhöht den Menschen über sich selbst. Er wird jedoch in Freiheit und aus eigenem Willen dargebracht. Christus selbst ist das beste Beispiel für Sein Wort: "Jedoch nicht wie ich, sondern wie Du willst ... Dein Wille geschehe" (Matth. 26,23). Der Gehorsam ordnet zwar unser Wollen unter, bricht jedoch nicht unseren Willen - und zwar genau deshalb, weil er freiwillig geschieht. Er ist Gabe und Opfer und nicht Zwang und Vergewaltigung des Selbstbestimmungsrechtes. Wenn der Apostel uns lehrt und ermahnt "Brüder, ordnet euch euren Führern unter und gehorcht" (Hebr. 13,17), setzt er voraus: "denn diese wachen über eure Seelen als Rechenschaftspflichtige". Wenn ich also meinem Geistigen Vater/Altvater Gehorsam leiste, bedeutet dies: Wie jener mich mit freiem Willen, nach eigener Entscheidung und mit eigener Verantwortung akzeptiert, so vertraue auch ich mich mit freiem Willen, nach eigener Entscheidung und mit eigener Verantwortung dem Menschen an, welchen ich gewählt habe, um mich zu beraten und mich auf dem Weg zur Errettung zu leiten und gehorche ihm, - denn dieser wacht und befolgt die Lehre Gottes, respektiert das Selbstbestimmungsrecht des Menschen als Gabe Gottes für den Menschen und weiß, daß er Rechenschaft Gott gegenüber abzulegen hat für die Seele seines Geistigen Kindes.

Der Altvaterkult hebt jedoch das oben gesagte vollständig auf, und dies in seinen beiden Ausprägungen.
Was die erste Form betrifft, so findet dies statt, wenn Träger des geistlichen Gewandes gefüllt mit Narzissmus, Überheblichkeit und Verblendung auftauchen, welche sich selbst als die neuen Charismatiker unserer Zeit darstellen und Beziehungen absoluter Abhängigkeit schaffen, welche die Freiheit in Christus aufheben. Sie vergewaltigen die menschliche Natur, verwerfen das Werk Gottes und schaffen tyrannische Beziehungen - persönliche Untertanen statt Dessen Diener. Gleichzeitig schließen sie andere Geistige Väter/Altväter von Gottes Werk aus und isolieren sich selbst und ihre Geistigen Kinder, um sich als Autoritäten der Kirche zu präsentieren. Sie sehen sich selbst nicht als Diener Gottes, nicht als Wegbegleiter der Gläubigen zu Christus, sondern als Christus. So führen sie in die Orthodoxie einen Gurukult ein und behindern nicht nur die Errettung ihrer Geistigen Kinder, sondern auch das Werk der Kirche. Sie geben nicht alles für die Gläubigen, sondern nehmen ihnen alles.
Die zweite Form betrifft die Laien und ist uns, den zeitgenössischen Orthodoxen, allen bekannt. Gewöhnlich erscheint sie mit der bekannten Phrase "ich bin Geistiges Kind des Soundso" bzw.
"ich folge dem Altvater Soundso" usw. Diese Ausdrucksweise ist, wenn wir es recht bedenken, tragisch - denn sie erklärt die Ernennung des Geistigen Vaters vom "Wegweiser" zum "Weg" selbst. Sie verlangt vom Hörer eine Anerkennung, eine Art Auszeichnung und Akzeptierung der Überlegenheit. Und noch schlimmer: sie erklärt den Gehorsam nicht Christus gegenüber, mittels des Geistigen Vaters/Altvaters - sondern dem Geistigen Vater/Altvater gegenüber mittels Christus. Menschen welche so sprechen, tun nichts weiter, als bekannte zeitgenössische Geistige Väter/Altväter zu suchen, gewöhnlich gnadenbegabte (wahrhaftig oder auch nicht), um sich selbst Ehre einzubringen. Sie kommen sogar dahin zu glauben, dass es nicht mehr nötig ist, für die eigene Errettung zu kämpfen, noch die Heilige Schrift und die Heiligen Väter zu lesen - da sie einen Geistigen Vater/Altvater haben. Sie halten ihre Errettung für gegeben und verwerfen jede Lehre, welche der Lehre ihres Geistigen Vaters/Altvaters entgegensteht, selbst noch die der Kirchenväter als Verblendung - ohne zu sehen, dass sie selbst verblendet sind. Überall verbreiten sie seinen Ruf und schieben ihn in den Vordergrund, gleichzeitig lehnen sie die anderen ab als ungeeignet für das Werk der Errettung und hegen Feindschaft gegen ihre vermutlichen Widersacher. Sie laufen stets neben ihm her und umgeben ihn auf eine erstickende Weise, um nicht ihre Vorrangstelle zu verlieren. Sie zittern davor, ja nicht zu widersprechen oder den Geistigen Vater/Altvater zu erzürnen, und leben so ein Regime der Angst und des Stresses. Sie gehen sogar soweit, jedes Ding, das der Geistliche Vater/Altvater berühert oder besitzt als heilig zu betrachten, derart den Glauben in etwas magisch Wirkendes verwandelnd.

Daher wird zu Recht der Altvaterkult als eine der Säulen betrachtet, auf welchen der Ökumenismus gegründet wurde. Der Gehorsam dem Geistigen Vater/Altvater gegenüber verbot den Gehorsam der Lehre der Heiligen Väter gegenüber und die Verteidigung des Dogmas.
Der Altvaterkult ernannte den Geistigen Vater/Altvater zum "Ersten" und die Geistigen Kinder als Parteigänger. Er drehte die Einheit der Kirche auf den Kopf, die anderen ächtend und den persönlichen Geistigen Vater/Altvater zur "Kirche" ernennend und ließ die Gründung von Parteigruppen der jeweiligen Geistigen Väter/Altväter zu, anstatt der Bewahrung der einen Herde der Kirche. Er schaffte die rechtmäßige Prüfung betreffs des Glaubens sowohl des Geistigen Vaters/Altvaters als auch jedes Gläubigen ab und brachte als ein neues Trojanisches Pferd falsche Hirten und fremde Lehren zu den Stadtmauern herein. Er gestattete die Aufhebung und das Vergessen des Paulinischen Wortes:

"Ich bitte euch aber, Brüder, beim Namen unsers Herrn Jesu Christi, daß ihr alle eine Rede führt und keine Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in gleichem Sinn und in gleicher Meinung zusammenhaltet. Es wurde mir nämlich über euch, meine Brüder, von den Leuten der Chloe berichtet, daß Streitigkeiten unter euch seien. Ich aber meine, daß jeglicher unter euch spricht: Ich gehöre zu Paulus, - ich zu Apollos, - ich zu Kephas, - ich zu Christus. Ist Christus denn geteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt worden? Oder wurdet ihr auf den Namen des Paulus getauft? (1.Kor.1,10-13).


Ein den Kirchenvätern treuer orthodoxer Christ



Quelle Text und Fotografie: